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Die Sorte 'Mallorquina'

präsentiert die folgenden organoleptischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften:

Form: spindelförmig, leicht assymetrisch, mit runder Spitze und ohne Stiel, und in den meisten Fällen mit kleinen Lentizellen.
Größe: klein.
Farbe: je nach Reifegrad grün, gelblichgrün oder braunschwarz.
Aussehen: glänzend.
Fruchtfleisch: kaum am Stein anhaftend (gute Steinlöslichkeit).

Geschmack: vorwiegend bitter.
Haptischer Eindruck des Fruchtfleischs: cremig.
Ungesättigte Fettsäuren: ≥ 83% der Fettsäuren insgesamt.
Ölsäure und Linolensäure: ≥ 78% der Fettsäuren insgesamt.
Polyphenole insgesamt: ≥ 245 mg Gallussäure/100 g.
Konservierungseignung: hoch.

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Geschichte

In Mallorca besitzt der Olivenanbau eine sehr lange Tradition, Oliven werden dort bereits seit der Zeit vor den Römern angebaut. In der römischen Zeit (123 v. Chr. – 465 n. Chr.) wurden die Methoden im Olivenanbau sehr verbessert.

Bereits in Schriftststücken von Diodorus Siculus, Plinius, Marcià Capel·la oder Statius wird auf den Anbau der Frucht Bezug genommen. Aus dem voraussichtlich vom Gastronom Gavius Apicius im Jahre 25 v. Chr. geschriebene Buch De re coquinaria geht hervor, dass die Römer bereits Oliven auf ähnliche Weise wie heute einlegten.

Aufgrund von Zitaten lässt sich vermuten, dass Oliven aus Mallorca zwischen dem 18. und Beginn des 19. Jh. exportiert wurden
Der Kolonialhandel in Mallorca 1778-1882 von Carles Manera Erbina, es wird über den Export von Oliven in die Antillen und andere Orte des amerikanischen Kontinents berichtet. Im Jahre 1790 wurden 1084 Arroben Oliven aus Mallorca verbucht, während der Erzherzog Luis Salvador in Die Balearen. Las Baleares descritas con la imagen y la palabra (1871) 29.000 kg mit Ziel Amerika festhielt.

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Für Olivenbäume der Sorte Mallorquina wird als Pfropfunterlage ausschließlich der Wilde Olivenbaum (Olea europea var. Sylvestris) verwendet. Diese endemische Baumart war im Mittelmeeraum bereits vor Beginn des Olivenanbaus beheimatet. Dieser Baum ist aufgrund seiner hohen Robustheit ideal als Pfropfunterlage geeignet, er wächst auf Mallorca wild und ist daher optimal an die Umgebung angepasst.

Der Anbau erfolgt üblicherweise in Terrassen, d. h. auf kleinen ebenen Flächen im Gebirge, die mit handwerklich gefertigten Mauern aus Trockenstein gestützt werden. Die einzige Wasserzufuhr erfolgt über den Regen.

Traditionell halten die landwirtschaftlichen Betriebe ergänzend Schafe, was eine dreifache Funktion erfüllt: Beseitigung von Unkraut, Entfernung von Schmarotzerzweigen und Zufuhr von organischem Dünger. Heutzutage werden in vielen Betrieben die Beschnittreste als Dünger verwendet, wobei in einigen Olivenplantagen die Pflanzenreste mit nicht aus dem eigenen Betrieb stammenden Düngemitteln ergänzt werden.

Die Olivenbäume werden normalerweise alle ein oder zwei Jahre beschnitten, wobei sie zudem jährlich ausgelichtet werden, da nachgewiesen wurde, dass diese Methode die Kontrolle der Wechselfolge begünstigt.

Mit dem Baumschnitt soll die Zirkulation der Säfte durch alle Äste begünstigt, die Belüftung und Beleuchtung verbessert sowie der Baum durch Beseitigung der durch Plagen und Krankheiten befallenen Teilen geheilt werden.

Wenn es die Steigungen und die Ausrichtung der Hänge ermöglichen, wird das Gelände der Olivenplantage ein- oder zweimal pro Jahr gepflügt, um das Eindringen des Regenwassers in die Rinnen zu begünstigen und das Unkraut zu beseitigen.

Die Marges

Der Anbau erfolgt aufgrund des Höhenprofils des Geländes üblicherweise in Terrassen. Die Terrassen sind nach Süden ausgerichtet, wodurch einerseits das Gefälle genutzt und die größtmögliche Sonneneinstrahlung erreicht wird und andererseits die kühlen Nordwinde vermieden werden. Durch das schwierige Gelände ist eine Ernte von Hand erforderlich, wodurch sich die besten Oliven auswählen lassen. Das Anbausystem verleiht Mallorca einzigartige Landschaften.

Anbaugebiet

Die zum Olivenanbau geeignete landwirtschaftliche Böden sind kalkhaltig, mittelfeste bis feste Böden, mit teilweiser grober Struktur und mit einem tendenziell alkalinen PH-Wert. Die Böden sind sehr steinig, was den Wasserhaushalt der Böden sehr begünstigt, da die Steine die Böden vor dem Austrocknen schützen. Die Böden besitzen ein Struktur mit horizontalen Schichten, zwischen denen sich feine Ton- und Lehmsände ansammeln. die perfekt vom Wurzelsystem der Olivenbäume durchzogen werden können.

Erzeugungsgebiet

Der größte Anteil von Olivenbäumen, die über 75 Jahre alt sind, befinden sich in der Sierra de Tramuntana, die von der Unesco 2002 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. In diesem Gebiet befindet sich der Großteil der Olivenerzeuger der DOP Oliva de Mallorca.

Erzeugung

Oberfläche: 559,73 Ha
Anzahl der Erzeuger: 89
Anzahl der Olivenbäume: 77.185
Anzahl der Verarbeiter: 5
Erzeugung 2019-2020: 35.716 kg

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